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Johann Neudert (ehemals Laubendorf 205, Kreis Zwittau): Laubendorf, ein ehemals deutsches Dorf in Böhmen, meine Heimat
Mein Geburts- und Heimatort heißt Laubendorf. Bis 1945 war er dies auch für mehr als 1700 andere deutsche Einwohner. Westlicher Nachbarort
ist die tschechische Stadt Politschka (tsch.: Polička). 15
km östlich des Dorfes lag die deutsche Stadt Zwittau (tsch.:
Svitavy). -
Einen tschechischen Namen für das Dorf gab es zunächst nicht, weil der Ort ausschließlich von deutschen Siedlungen umgeben war. Als nach 1420 Politschka und seine westlichen Nachbardörfer infolge des Einzugs der Hussiten tschechisch wurden, sagten und schrieben die eingewanderten Tschechen weiterhin "Lauwendorf". Erst Mitte des 16.(!) Jahrhunderts kam der tschechische Name "Limberk" auf, der die Namensherkunft vom Dorfgründer, dem Lokator Conrad von Lewendorf, akzeptierte. 1952 wollten die Tschechen diese geschichtlichen Spuren verwischen und vollzogen eine Umbenennung in Pomezi. - 1945 und 1946 wurde die deutsche Bevölkerung in vier Transporten in Richtung Deutschland vertrieben. Der erste - am frühen Morgen des 13.7.1945 - geschah in besonders brutaler und menschenverachtender Weise. - In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts haben sechs Laubendorfer unter Führung des Oberlehrers a. D. Wenzel Koblischke (darunter mein Onkel Johann Czeschka 168) eine Chronik des Ortes verfasst und als Buch herausgegeben. Hans Prull, ein anderer damaliger Chronik- Mitarbeiter, hat in den letzten 20 Jahren Weiteres, bislang Unbekanntes erforscht und in loser Folge in Form von Kurzartikeln interessierten Laubendorfern zugänglich gemacht. - Diese beiden Initiativen kann man gar nicht hoch genug bewerten, und ich habe mich entschlossen, auf der Basis der Aufschreibungen beider eine Kurzchronik herzustellen, die ich der Übersichtlichkeit wegen inhaltlich aufgliedere und tabellarisch aufbaue.
Die in Normalschrift geschriebenen nachfolgenden Informationen zu den Punkten 1 bis
4 stammen der Sache nach von Wenzel Koblischke und von Hans Prull
oder aus allgemein zugänglicher Geschichtsliteratur. Die kursiv geschriebenen Teile sind meine erläuternden
Kommentare dazu sowie eigene Forschungsergebnisse. |
2. Gemeindegeschichte, politische EreignisseEiner Eintragung im "Alten Gedenkbuch der Pfarre Laubendorf 1733" zufolge gab es schon 1689 Schulunterricht. Auf Seite 300 dieses Dokumentes wird im nämlichen Jahr der Schulmeister Mathes Bernard Mauschberger genannt. Zur Ansicht: Seite 1 des Schulgedenkbuches Zusatz 1/2006 1794 Eine Anna Maria
Martinu macht eine Stiftung zugunsten der Laubendorfer Kirche.
Der Name Martinu kommt in den Matriken Laubendorfs in der 2. Hälfte
des 18. Jahrhunderts nicht vor, so dass anzunehmen ist, dass die genannte
Gönnerin in Politschka wohnte. Dort kommt der Name Martinu jedoch
mehrfach vor, so dass die Anna Maria nicht unbedingt eine Vorfahrin des
Komponisten Martinu sein muss, der aus Politschka stammt. Eintrag: 11/2005
1918 Laubendorf wird Teil der Tschechoslowakei.
Das Versprechen des Staatspräsidenten, aus dem neuen
Staat eine "Schweiz", einen nach ethnischen Gesichtspunkten kantonal
verfassten Staat, zu schaffen, verkehrt sich ins Gegenteil:
Deutsche werden massiv diskriminiert.
1938 Das Sudetenland wird gemäß
dem Münchener Abkommen an das Deutsche Reich angeschlossen.
Laubendorf wird Grenzort zur Tschechei. Wegen andauernder Streitigkeiten
über den Verlauf der Staatengrenze verhandeln Deutsche
und Tschechen noch Wochen nach dem Anschluss miteinander. 1945 Anfang Mai fliehen die Reste deutscher Truppen Richtung Westen. Kampfhandlungen gibt es infolge der aufgelösten Front nicht mehr. Am 9. Mai kommen die Russen. Zwei Monate später, am 13. Juli, beginnt der erzwungene Exodus der Dorfbewohner, das Ende einer 700-jährigen Geschichte des deutschen Dorfes. Nur das Wort "Vertreibung" (= vyhnání) und nicht "Abschiebung" (=odsun) beschreibt adäquat, auf welche Weise dies geschah. Ab 1960 Ehemalige Laubendorfer besuchen ihre alte Heimat und sind entsetzt über die Verwahrlosung des Ortes. |
| Mitte 13. Jhd. | Zum Zeitpunkt der Dorfgründung gehören Laubendorf und alle böhmischen Nachbarorte zum Bistum Prag. - Der letzte Pfarrer von Laubendorf, Eduard Valenta, vermutete, dass das sog. Pfarrfeld und das Kirchengrundstück auf Grund ihrer hervorgehobenen Lage seit der Dorfgründung bestehen und auf eine seelsorgerische Betreuung der Siedler von Anfang an verweisen. | |
| 1340 | Gründung des Bistums Leitomischl; Laubendorf und seine böhmischen Nachbarorte werden Teil des Bistums. Die deutsche Stadt Policz ist Sitz des Dekanates. | |
| 1349 | Erstmalige Nennung der Laubendorfer Pfarrkirche in einer Urkunde | |
| 1425 |
Der Leitomischler Bischof flieht vor den Hussiten. Das ist das faktisches Ende des Bistums Leitomischl. Laubendorf kommt wieder zum Bistum Prag, das inzwischen ein Erzbistum geworden ist. | |
| 1511 |
Aus diesem Jahr stammt die älteste Laubendorfer Kirchturmglocke. Sie hing aber nicht von Anfang an dort. Sie musste im 2. Weltkrieg abgegeben werden, überstand aber uneingeschmolzen den Krieg in Hamburg und kehrte nach langer Irrfahrt auf ihren angestammten Platz im Kirchturm zurück. | |
| 1582 |
Laubendorf wird evangelisch, weil Fürst Kolowrat von Fürstenberg (Swojanow), der Grundherr, evangelisch geworden war; denn nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 bestimmt und beschützt der Grundherr den Glauben seiner Untertanen. Nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) ändern sich die Machtverhältnisse zu Gunsten des Kaisers, und die Bevölkerung wird wieder rekatholisiert.(Koblischke, S.34) | |
| 1638 |
Die Bevölkerung der Herrschaft
Bistrau - dazu gehört Laubendorf - ist wieder katholisch.
Nach erfolgter Rekatholisierung
wird die Laubendorfer Kirche in Ermangelung eines eigenen Pfarrers
Filialkirche (von filia, lat= Tochter) von Bistrau. Schon 1626 hatten zwei Kommissare und kaiserliche Truppen das katholische Bekenntnis in Politschka durchgesetzt. Quelle: Soupis poddanych podle viry 1651.Chrudimsko; Zusatz 2/2007 |
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| 1727 |
Errichtung der heutigen barocken Pfarrkirche durch Graf Hannibal von Hohenems; Patrozinium: St. Georg; Die Kirche wird wieder eigenständige Pfarrkirche. - Der Turmbau erfolgt Jahrzehnte später, nämlich 1780.- Über das Aussehen der Vorgängerkirche gibt es keine Iformationen. | |
| 1733 |
Erste Eintragung im "Altes Gedenkbuch
der Pfarre Laubendorf 1733" Das Original wird in einem Leitomischler Archiv aufbewahrt. Der Arbeitskreis Laubendorf ist im Besitz einer Kopie des Dokumentes. Das Dokument hat einen Umfang von fast 200 Seiten. (Seite 42 des Gedenkbuches mit einer Eintragung aus dem Jahre 1734: Zehntpflichtige Bürger) Eintrag: 11/2005 |
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| 1735 |
Ab diesem Jahr gibt es Taufbücher,
Trauungsbücher und Sterbebücher. Da die Nachbardörfer
Dittersbach und Riegersdorf bis 1784 seelsorglich durch den Laubendorfer
Pfarrer betreut wurden, umfassen die Kirchenbücher/Matriken
bis zu diesem Zeitpunkt auch die Einwohner der Nachbarorte. Für
die Jahre 1690 bis 1790 existiert ein Register, eine 1815 hergestellte
auszugweise Abschrift der drei Matriken. Die den Abschriften zu Grunde
liegenden Matriken der Zeit von 1690 bis 1734 sind verschollen. In den 1642
beginnenden Matriken der Stadt Politschka und in den 1670 beginnenden Matriken
der Stadt Bistrau sind ebenfalls Laubendorfer Taufen beurkundet. -
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| 1770 |
Die Kirche erhält eine Orgel. Aus diesem Grunde muss der Schullehrer Mathias Petter, ein Laubendorfer, seinen Posten zu Gunsten seines Kollegen Johann Weigl aus Sternberg, der Orgel spielen kann, räumen. Quelle: Gedenkbuch der Laubendorfer Schule; Eintrag: 11/2005 | |
| 1783 |
Laubendorf und seine böhmischen Nachbarorte kommen zum Bistum Königgrätz und bleiben es bis auf den heutigen Tag. - Das Bistum war bereits 1644 als Folge der Rekatholisierung Böhmens gegründet worden. | |
| Um 1850 | Der bis dahin annähernd kreisförmig um die Kirche angelegte Friedhof wird zu einem Rechteck erweitert und erhält damit sein bis heute dauerndes Aussehen. Zusatz 4/2009 | |
| 1908 |
Erscheinungsjahr des Buches " Der politische
Bezirk Politschka. Topographie und Kunstdenkmale", verfasst von Zdenek
Wirth. In diesem Buch ist neben wertvollen Ausführungen über
die Laubendorfer Kirche und ihre Inneneinrichtung der Grundriss der
heutigen 1728 erbauten Kirche dargestellt. Standort des Buches: Deutsche Nationalbibliothek Leipzig, Reg.-Nr.: 1929 B 421-22 Eintrag: 11/2005 |
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| 1938 bis 1945 |
Unter formaler Beibehaltung der Bistumsgrenzen werden die zum Deutschen Reich gekommenen Teile des Bistums Königgrätz dem Generalvikariat Trautenau unterstellt. Dadurch werden Laubendorf und 14 andere deutsche Dörfer des böhmischen Landesteiles aus dem Dekanat Politschka herausgelöst und dem Vikariat Abtsdorf zugeordnet. | |
| Nach 1970 |
Die Kirche wird baufällig.
Ehemalige Laubendorfer spenden Geld für Sicherungs-
und Sanierungsarbeiten, weil die tschechischen Katholiken
aus eigener Kraft die Geldsumme nicht aufbringen können. Heute, 2008, sind die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten beendet. Jedoch fehlt die Kanzel, über deren Verbleib widersprüchliche Aussagen gemacht werden. |
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| 18.6.2005 |
Die heutigen Laubendorfer Christen feiern
den Wiederbeginn regelmäßiger Gottesdienste, nachdem
die Außen- und Innenrenovierungsarbeiten im Wesentlichen
abgeschlossen sind. Die ehemaligen deutschen Einwohner Laubendorfs
haben durch viele große und kleine Geldspenden erheblich zum
zügigen Fortgang der Renovierungsarbeiten beigetragen. Nach Aussage der jetzigen Bürgermeisterin bekennen sich 388 von 1008 heutigen Laubendorf-Bewohnern zum katholischen Glauben. |
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2007 |
Auf Kosten der politischen Gemeinde werden die beiden Engelsfiguren auf den Torköpfen des Friedhofeingangs fachmännisch restauriert. Der Eingang erhält ein schmiedeeisernes Tor. Der Weg vom Friedhofeingang zur Kirche wird gepflastert und mit Zierbäumen gesäumt. | |
| 30.8.2008 |
Über 50 frühere Laubendorfer Einwohner feiern zusammen mit den heutigen Mitgliedern der Pfarrgemeinde in der St. Georgskirche einen Dankgottesdienst anlässlich der beendeten Innen- und Außenrenovierung. Dabei übergeben sie die letzte Spende für die Kirchenrenovierung in Höhe von über 1600 Euro. Der neue Politschkaer Pfarrer Sedlak gibt den Laubendorf-Besuchern bekannt, dass es keine eigenständige Pfarrei Pomezi mehr gibt. Die Georgskirche ist somit nur noch Gottesdienstort. |
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7. Die wilde Vertreibung von Laubendorfer Einwohnern am 13. Juli 1945Die meisten der Betroffenen, sofern sie noch am Leben sind, haben den Tschechen, die diese Menschenrechtsverletzung geplant und begangen haben, vergeben. Vergessen aber haben sie sie nicht! Damit die damaligen Geschehnisse historisch aufarbeitbar bleiben, werden an dieser Stelle Berichte von drei Vertreibungopfern, Rosa Czeschka (+2004), Leopoldine Neudert (+2004) und Herta Kretschmer, wiedergegeben und sind als pdf-Datei (330 kB) herunter ladbar. In dieser Form sind sie bislang noch nicht veröffentlicht worden. - Ohne Kenntnis der Ereignisse in vielen Orten des Sudetengaues im Juni und Juli 1945 kann Aussöhnung nicht gelingen, weil alle Beteiligten - Täter und Opfer - wissen müssen, worüber man sich aussöhnen will. Das Layout der pdf-Datei ist so aufgebaut, dass die 16 Textseiten vorteilhafterweise beidseitig auszudrucken sind. Die Berichte sind von den Verfasserinnen im Frühjahr 2004 an den Deutschlandfunk Köln / Deutschlandradio Berlin gesandt worden, der zusammen mit dem Journalisten Wolf von Lojewsky für eine geplante Hörfunk-Sendung öffentlich um Dokumente und Berichte zum Thema "Flucht und Vertreibung" gebeten hatte. Der Sender hat sich bei den Autorinnen bedankt und mitgeteilt, dass eine mehrteilige Sendung im Dezember 2004 ausgestrahlt werden wird.- Die Geschehnisse in Laubendorf haben jedoch in der im November/Dezember 2004 ausgestrahlten Sendereihe keine Verwendung gefunden, weil nach Auskunft des Senders eine zu große Fülle an Materials eingegangen war.- Der Deutschlandfunk teilte den Autorinnen aber mit, dass Archive gebeten haben, die gesammelten Dokumente und Berichte zum Zweck der wissenschaftlichen Auswertung und Archivierung übernehmen zu können. Dies, so der Sender, wird geschehen. Damit stehen die drei Erlebnisberichte künftigen Forschern zur Verfügung. |
8. Die Laubendorfer nach der Vertreibung
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9. Versöhnung zwischen Tschechen und Sudetendeutschen aus der Sicht eines von der Vertreibung BetroffenenIhre Reihenfolge ist keine Wichtung; nur den letzten Satz möchte ich hervorgehoben wissen.
J. N
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Kirchevon außen |
Festgottesdienstam 30.8.2008 Die Laubendorfer Reisegruppe und heutige Gemeindemitglieder |
2008: Detail des Altargesprenges |
Glasfenster,das Pfr. Valenta 1927 anlässl. des 200. Kirchweih- Tages stiftete |
30.8.2008Die Laubendorfer Reisegruppe beim "Geschperger" |
| Die aus 50 Personen bestehende Laubendorfer Reisegruppe wurde beim "Geschperger" (Erbgericht)von der Bürgermeisterin Chemisincova freundlich willkommen geheißen und von Mitgliedern der heutigen Pfarrgemeinde bewirtet. Letzteres war eine Dankesgeste der heutigen Christen an die spendenfreudigen Laubendorfer, durch deren Intiative die Kirche wieder in hellem Glanz erstrahlt. - Es folgte der Dankgottedienst in der Kirche, der überwiegend in Deutsch gehalten wurde. Dem Pfarrer von Svojanov, Erik Tvrdon, sei Dank dafür. Der Politschkaer Pfarrer Adrian Sedlak, der Mitzelebrant war, bedankte sich für die ihm im Anschluss an den Gottesdienst vor der versammelten Gemeinde übergebene letzte Spende in Höhe von 1611 Euro. |
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Die renovierte Kirche, Außenaufnahmen - Innenaufnahmen der Kirche - Der Wiedereröffnungs-Gottesdienst am 18. Juni (Die Fotos hat freundlicherweise Herr Dechant Zahalka zur
Verfügung gestellt.) - Der Friedhof - Kapellen und Wegkreuze - Das heutige Dorfbild Bilder zum Vergrößern und Ausdrucken anklicken!
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Kirchevon außen |
Kirchturm |
Kircheninneres, von der Empore aus gesehen |
Kreuzweg- stationen: Tschechische Beschriftung für tschechische Beter |
GlasfensterDie Namen der Stifter sind bei allen Fenstern noch gut zu erkennen. |
Kirchen-inneres: Noch fehlen die barocken Altäre und die Kanzel. |
Altarbild:Der hl. Georg |
Wiedereröffnungs- Gottesdienst |
Wieder-eröffnungs- Gottesdienst |
Eingang zumFriedhof: Die Engel schauen traurig darein. Der Anblick des Friedhofs gibt Grund dazu. |
Kapelleim Mittelort |
Kapelle imUnterort: Zwar erhalten, aber wenig genutzt! |
Blick zur Empore: Noch fehlt das Gestühl. |
Missionskreuz:
Der Schein trügt. Das Kreuz ist renovierungs- bedürftig. |
Totenkapelle,die der Wieder- herstellung harrt |
Kapelleim Mittelort, Detail 1) |
Wegkreuzim Unterort |
Straße im Unterort bei Nr. 180 |
Friedhof-Ausgang:Zwei Teile eines Baustellenzaunes bilden das Gatter. |
Eines der letztendeutschen Gräber: Johanna Neudert 217, + 1908 (!) |
Weg-kreuz im Oberort |
Torbogen,jüngst eingestürzt! Petter 171 2) |
Kruschina 172, eines der gut erhaltenen Häuser |
Schulteich,im Hintergrund Geschperger |
Laubendorf-Wappen |
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1) Alle Wegkreuze in
Laubendorf haben inzwischen einen in Tschechisch abgefassten Text
erhalten . . . mit Ausnahme dieser Tafel. Ihre Schrift ist durch den
Zahn der Zeit verwittert, so dass sie unlesbar geworden ist. Mit Hilfe
eines Computerprogramms wurden alle noch erkennbaren Buchstaben dieses
Fotos verstärkt, so dass der urspründliche Wortlaut erkennbar
wurde. Er lautet: "Zu Ehren der Allerheiligsten und dreieinigen
Dreifaltigkeit han dieses Bild machen lassen Andreas Ziehska, Richter
in Laubendorff, Anna Ziehskin. 1717". - An dem Text sind die Schreibweise
des Familiennamens des Erbrichters und seiner Frau, der Vorname des
Erbrichters und die Jahreszahl bemerkenswert. Die beiden letzteren
stehen im Widerspruch zu den Angaben in der Laubendorfer Chronik von
Wenzl Koblischke. Der Widerspruch lässt sich wohl nur so auflösen,
dass benannter Erbrichter 1717 das Standbild errichten ließ, während
sein Nachkomme Antonius Czieschka 1765 das vorhandene Standbild mit der
Kapelle umhüllen ließ, die Pfarrer Czieschka weihte. 2) Die Laubendorfer Bauernhäuser haben ihre frühere Funktion verloren. Nur wenige von ihnen sind in ihrer Gesamtheit gut erhalten. Bei vielen dieser Häuser ist nur der Wohntrakt erhalten, während der ungenutzte Teil dem Verfall anheimgestellt ist. Im Jahr 2005 präsentiert
sich Laubendorf als ein Ort mit reger Bautätigkeit, wie sie
in den Nachbarorten Riegersdorf, Schönbrunn und Blumenau nicht
vorkommt. Die Bautätigkeit betrifft vor allem die Kleine Seite
und hat mit der Nähe des Ortes zur Stadt Politschka zu tun.
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Neu, Juli 2008! 14. Die Laubendorfer MatrikenAb 1690 wurden in Laubendorf Kirchenbücher geführt. Taufen (später auch die Geburten), Eheschließungen und Sterbefälle wurden darin aufgelistet. Da Laubendorf vor 1728 keinen eigenen Priester besaß, kam der Bistrauer Pfarrer oder sein Kaplan nach Laubendorf, um die liturgischen Handlungen vorzunehmen. Ihr Vollzug wurde in diese Bücher eingetragen. Da die Priester nicht täglich kamen, fanden Taufhandlungen und Eheschließungen auch in der zuständigen Pfarrkirche in Bistrau statt und sind in den dortigen Büchern eingetragen. Wie herausgefunden wurde, wurden solche Handlungen auch in Politschka und in Kurau vollzogen.Zwei Beispiele abgelichteter Matriken sollen dokumentieren, auf welches "Abenteuer" sich ein Genealoge einlässt, wenn er seine Ahnen sucht.
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50 Jahre sind seit dem Erscheinen der Laubendorfchronik
vergangen, die seinerzeit der Oberlehrer Koblischke, unterstützt von 6 weiteren
Laubendorfern, verfasst hat. (Siehe
Punkt 13 des Inhaltsverzeichnisses am Seitenanfang!) Der Arbeitskreis Laubendorf hat sich entschlossen, ein
weiteres Laubendorfbuch herauszugeben, das sich nicht mehr an die
Erlebnisgeneration, sondern an die Bekenntnisgeneration und an die
Nachkommenschaft wendet. Sein Titel: Laubendorf im Sudetenland –
Geschichts- und Ortsfamilienbuch. Verfasst hat es der 1939 geborene Lm
Johann Neudert 205 in fünfjähriger Arbeit. Das Buch ist ein Werk wider die
Geschichtsvergessenheit mancher Zeitgenossen. Es soll deshalb in einigen großen
Bibliotheken und Archiven Deutschlands und Tschechiens verfügbar sein. Für die
Laubendorfer und ihre Nachkommen hat sich das Buch den Anspruch gestellt, deren
Geschichte und Namen von Anfang an aufzuschreiben und somit allen Einwohnern,
die jemals in Laubendorf gewohnt haben, ein „Denkmal in Lettern“ zu setzen.
Freilich sind die Namen der ersten Siedler und ihrer Nachkommen nicht überliefert.
Doch ab 1643 (!) sind aus allen verfügbaren Matriken und aus dem ersten, noch
im Dreißigjährigen Krieg begonnenen Grundbuch alle Namen abgeschrieben worden,
so dass eine Besitzerliste der Höfe und Häuser von diesem Zeitpunkt an
erstellt werden konnte. Die Matrikabschriften und das ihnen zugrunde liegende
Ordnungsprinzip erlauben es dem Leser, mit wenig Aufwand seine Laubendorfer
Vorfahren aus etwa 9200 Namen (Anzahl der registrierten Geburten)
herauszufinden. Die Abschrift der Matriken hat das Buch einen großen Umfang
erhalten lassen, 446 DIN A4- Seiten. 40 farbige und 20 schwarz-weiße
Abbildungen und 3 Grafiken illustrieren das Buch. Die Einwohnerliste von 1945
komplettiert die Namensangaben. Das Werk endet mit den Vertreibungsberichten
dreier Laubendorfer Frauen, die ihre Erlebnisse um den 13. Juli 1945
beschreiben. Dieser abrupte Abschluss des Buches ist gewollt. -
Mit dem Buch folgt der Arbeitskreis Laubendorf der Intention des Schönhengster Heimatbundes, die Namen und Daten der Einwohner des Schönhengstgaues den Nachkommen und der Nachwelt zu erhalten. - Der Arbeitskreis Laubendorf empfiehlt den Laubendorfern und ihren Nachkommen und allen weiteren Interessierten den Erwerb dieses Buches. Ohne viel Werbung zu machen, sind die 200 gedruckten Exemplare auf Spendenbasis innerhalb eines Monates an interessierte Leser abgesetzt worden. Nunmehr ist das Buch nur noch über den Buchhandel zum Preis von 29,80 Euro beziehbar. Die ISBN lautet: 978-3-940167-80-4. Nachfolgend sind die beiden Einbandseiten und das Inhaltsverzeichnis als PDF-Datei, 5,5 MB, einsehbar. Seitenanfang Inhaltsverzeichnis |
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16. Laubendorfer Kataster von 1839Das Ergebnis ist in Form einer PDF- Datei
heruterladbar. Die Einteilung und die Lage der einzelnen Flurstücke ist aus dem
im Internet zugänglichen Katasterplan ersichtlich. Der nachfolgende Link führt
zu einer der Teilkarten.
http://archivnimapy.cuzk.cz/cio/data/cio/6004-4/6004-4-007_index.html Interessant ist, dass das Internet auch eine aktuelle Seite der Flurstücke
Laubendorfs zeigt. Die Nummern der Flurstücke stimmen bis auf wenige Ausnahmen mit denen des Jahres
1839(!) überein. Wenn Sie die nachfolgende Adresse angeklickt haben, suchen Sie
im südöstlichen Teil von "Pardubicky" zunächst die Städte Policka
und Svitavy und vergrößern Sie den Ausschnitt. Unter "Vybor tematicke
mapy" klicken Sie den Begriff "Kombinovana" an. http://geoportal.cuzk.cz/wmsportal/http://geoportal.cuzk.cz/wmsportal/ Zusatz 3/2010
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Generated: 1999; last updated: 21.2.2011; Webmaster: Johann Neudert, ehemals Laubendorf 205; E-mail-Kontakt!